Wir als Angehörige des gemeinnützigen Vereins "Suchtselbsthilfegruppen Zwickau e.V." (kurz SSHG) wollen mit unseren verschiedenen Angeboten Suchtkranken dabei helfen, zu einem zufriedenen, sinnerfüllten Leben ohne Suchtmittel zurück zu finden. Den ersten Teil des Weges muss der Kranke selbst finden – den zu uns. Das können wir niemandem abnehmen. Hat er ihn aber einmal gefunden, können wir den Weg gemeinsam weitergehen.
Die Selbsthilfegruppen des SSHG Zwickau e.V. haben es sich zur Aufgabe gemacht, Betroffene bei ihrem Weg aus der Sucht zu motivieren und zu begleiten, Aufklärung und Präventionsarbeit in der Öffentlichkeit zu leisten und möglichst viele Aktivitäten nach dem Prinzip "Kranke helfen Kranken" zu unterstützen. Dazu werden neben den regelmäßigen Gesprächsrunden in der Gruppe (bei denen es aber nicht nur um Sucht geht - auch die "kleinen Dinge des Alltags" kommen zur Sprache) weitere Möglichkeiten geboten, zum Beispiel sportliche Betätigung.
Im Laufe der Zeit macht der Betroffene dann neue Bekanntschaften, lernt neue Freunde kennen, erfährt wieder Vertrauen und das Gefühl der Zugehörigkeit. Unser "Kontakt-Cafe" bietet die Möglichkeit, sich auch mit anderen, unbeteiligten Menschen zu treffen und Erfahrungen auszutauschen, zusätzlich ist jeden Freitag auch unsere Kindergruppe aktiv.
Hervorgegangen aus der ADU Selbsthilfe Zwickau e.V. sind wir mittlerweile an vier Standorten (Zwickau, Werdau, Crimmitschau und Crinitzberg) aktiv und betreuen hier derzeit etwa 150 Betroffene in zehn verschiedenen Selbsthilfegruppen, darunter zahlreiche Medikamentenabhängige und eine Gruppe für die Kinder von Betroffenen, die uns seit Jahren besonders am Herzen liegt.
Ungeachtet des sozialen Status, des Glaubensbekenntnisses, der politischen oder weltanschaulichen Einstellung oder der Herkunft bieten wir Hilfe und Unterstützung sowohl für den/die Betroffene(n) als auch dessen Angehörige. Den Schwerpunkt bestimmt allerdings nach wie vor die Arbeit mit von der Alkoholkrankheit Betroffenen. In unseren Gruppen soll und wird aber auch Co-Abhängigen (Ehefrau oder -mann, Freund oder Freundin, Partner/Partnerin und Familienangehörigen) geholfen, diese sind uns auch ohne den eigentlich Betroffenen willkommen, da sie sehr oft unter der Sucht genauso leiden.
Bei Bedarf besteht die Möglichkeit, auch professionelle Beratung und Hilfe durch ausgebildete Suchttherapeuten in Anspruch zu nehmen. Diese sind problemlos zu erreichen, haben sie ihre Arbeits- und Wirkungsstätten doch in den gleichen Gebäuden wie unsere Selbsthilfegruppen auch.
Alle Beratungs- und Hilfsangebote sind für die Betroffenen natürlich kostenlos. Die Anonymität bleibt selbstverständlich gewahrt, wenn der Betroffene dies wünscht. Wer bereit ist, sich helfen zu lassen und den Teufelskreis der Sucht zu durchbrechen, ist herzlich eingeladen und willkommen.