Was also kann man tun, wenn man Hilfe braucht und sucht - was kann der Betroffene selbst tun? Der einfachste Weg ist es sicherlich, dort Hilfe zu suchen, wo man die Probleme der Betroffenen genau kennt – zumeist aus der eigenen, schmerzvollen Erfahrung. Selbsthilfegruppen bieten Mittel und Lösungen an, welche eine professionelle Beratung oder auch Ärzte vielfach nicht bieten können – aus Zeit- oder Kostengründen.
Die Mitglieder der Selbsthilfegruppen wissen um die vielen Schwierigkeiten und Hindernisse beim "Weg aus der Sucht", sie kennen die Höhen und Tiefen, die Momente, in denen die Hoffnung fast schon gestorben ist. Sie wissen aber auch, daß man es schaffen kann, von der Sucht wegzukommen – sie haben es am eigenen Leib erlebt, sind "trockene Alkoholiker", "cleane Junkies" geworden, leben vielfach schon über viele Jahre abstinent.
Den ersten Teil des Weges muß der Kranke selbst finden – den zu uns. Das können wir leider niemandem abnehmen. Hat er ihn aber einmal gefunden, können wir den Weg gemeinsam weitergehen. Ungeachtet des sozialen Status, des Glaubensbekenntnisses, der politischen oder weltanschaulichen Einstellung oder der Herkunft bieten wir Hilfe und Unterstützung sowohl für den/die Betroffene(n) als auch dessen Angehörige.
Den Schwerpunkt bestimmt allerdings noch immer die Arbeit mit von der Alkoholkrankheit Betroffenen. Alle Beratungs- und Hilfsangebote sind für die Betroffenen natürlich kostenlos. Die Anonymität bleibt selbstverständlich gewahrt, wenn der Betroffene das wünscht. Wer bereit ist, sich helfen zu lassen und den Teufelskreis der Sucht zu durchbrechen, ist herzlich eingeladen und willkommen.
Nur eines ist jetzt noch wichtig: Den ersten Schritt nimmt Ihnen niemand ab, den müssen Sie selbst tun. Natürlich können auch Ihre Angehörigen den Anfang machen - Sie müssen dann eben später nachkommen